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Ihr bestes Schuljahr

Ein neues Schuljahr hat begonnen, eine neue Chance eröffnet sich. Wollen Sie es zu dem besten Schuljahr für sich und Ihre Kinder machen? Wie müsste Ihr bestes Schuljahr aussehen?

Sportler beispielsweise haben Coaches, die das Beste aus ihnen heraus holen. Und sie feuern sie an, wenn der Weg schwierig wird und ihre Kräfte nachlassen.

Lehrende jedoch sind oft allein. Allein mit den vielen Anforderungen, den immer mehr werdenden Vorgaben, den unterschiedlichen Kindern, die oft die Herausforderungen in der Gesellschaft und in der Welt im Klassenzimmer ausleben.

Im Alltag kann einen diese Situation oft überfluten. Dann ist es wichtig, etwas zu haben, an dem man sich festhalten kann. Etwas, das einen in solchen Momenten erinnert, was einem wichtig ist und was einen begeistert. Das kann das Blatt mit Ihren persönlichen Antworten auf die Fragen in diesem Blogartikel sein. Diese Begeisterung feuert einen an, wenn der Weg schwierig wird. Sind Sie bereit, die Lehrerin, der Lehrer zu sein, die, der Sie gerne sein möchten?

Sind Sie bereit für Ihr bestes Schuljahr?

Um herauszufinden, wie Ihr bestes Schuljahr aussehen sollte, ist es hilfreich, das letzte Revue passieren zu lassen.
Haben Sie Ihr letztes Schuljahr gefeiert? Wenn nicht, dann finden Sie hier Anregungen dazu: Haben Sie sich für dieses Schuljahr schon gefeiert?

Was hat Ihnen Freude bereitet? Was ist Ihnen gut gelungen?

Anders als in der Schule meistens üblich, ist es wichtig, die 144 Dinge zu bemerken, die normal bis hervorragend gelaufen sind und sich nicht nur die 5 Fehler anzustreichen. Gleichzeitig ist es hilfreich, anzuerkennen, wie hoch das Level war, das man gespielt hat. Ganz besonders im vergangenen Schuljahr.

Was waren also Ihre Herausforderungen? Welche Hürden haben Sie genommen? Haben Sie sich dafür selbst bejubelt? Worauf sind Sie stolz?

Es kann sein, dass Ihnen nicht sofort etwas einfällt, worauf Sie stolz sind. Manchmal ist der innere Kritiker derjenige, der immer vorlaut herausschreit, während der begabte Teil in Ihnen ganz bescheiden schweigt.

War das letzte Schuljahr Ihr bisher bestes? Was hat gefehlt, damit es Ihr bestes gewesen wäre? Was hätten Sie sich gewünscht? Welche Zauberfähigkeiten hätten dies möglich gemacht?

Genau so, wie man dieses Jahr mit den Schüler*innen nachsichtig war, ist es wichtig, mit sich selbst in diesen Zeiten nachsichtig zu sein. Und mit wohlwollenden Augen seine Leistung zu betrachten. Und vor allem: nicht über sich zu urteilen, sondern zu fragen:

Was habe ich letztes Schuljahr gelernt?

Wie können Sie dieses Gelernte im neuen Schuljahr anwenden und umsetzen? Gibt es etwas, das Sie nicht mehr machen werden? Vertrauen Sie dabei auch Ihrem Bauchgefühl!
Was möchten Sie dieses Jahr gleich lassen? Und was hat sich bewährt? Was möchten Sie loslassen?

Und an allererster Stelle:

Wie werden Sie dieses Schuljahr gut auf sich selbst schauen?

Wenn es Ihnen gut geht, geht es auch Ihren Kindern gut und alles läuft glatter.

Was nehmen Sie sich für die folgenden Bereiche vor?

– Interkulturelles

Wie wird das Interkulturelle im Schulalltag – und nicht nur in Projekten und bei Festen – Platz finden? Wie werden die interkulturellen Erfahrungen der unterschiedlichen Kinder gewürdigt?

– Mehrsprachigkeit

Wie wird die Vielsprachigkeit der Klasse – jenseits der unterrichteten Fremdsprachen – tagtäglich sichtbar? Hier einige Anregungen: Sprachen der Kinder im Unterricht

– Kennenlernen Ihrer Schüler*innen jenseits der Schule

Wie oft stellen Sie Ihren Kindern Fragen wie: Wer hat dich in letzter Zeit zum Lachen gebracht? Mit wem hast du gestern Nachmittag gespielt? Was war letzte Woche dein schönster Tag? Wie hast du dein Wochenende verbracht?

– Beziehung zu Ihren Kindern

Dass Beziehung die Grundlage des Lernens ist, ist nichts Neues. Im Alltag, neben dem Curriculum, daran zu arbeiten, ist jedoch eine Herausforderung. Dennoch geht es – mehr als um Zeit – um den inneren Fokus. Wie oft werden Sie in diesem Schuljahr sich mit jedem einzelnen Ihrer Kinder verbinden? Damit sie sich in ihrer Ganzheit gesehen und gehört fühlen.

– Menschlichkeit und Würde

Das, was unser Leben erst lebenswert und genussvoll macht, ist Menschlichkeit und Würde. Und dennoch kommen gerade diese beiden Aspekte in unserem Alltag zu kurz. Wie könnten sie einen fixen Platz in Ihrem Schulalltag bekommen?

– Jungs

Laut dem Neurobiologen Gerald Hüther brauchen Jungs „mehr Halt im Außen. Sie orientieren sich stärker im Raum und suchen nach etwas, das ihnen Bedeutsamkeit verschafft. Sie benötigen stabile Bindungen und Aufgaben, an denen sie wachsen können.“ Was könnte man tun, um dies im Klassenzimmer zu berücksichtigen?

– Stille Kinder

Wie können ruhige Kinder Zeit und Raum bekommen, damit sie gehört werden? Wie können „pflegeleichte“ Kinder auf die „Bühne“ geholt werden?

– Klarheit

Gerade Kindern, die in verschiedenen Kulturen aufwachsen, hilft Klarheit zur Orientierung. Klarheit setzt voraus, dass man sich selbst völlig klar ist, was man persönlich akzeptabel findet und was nicht. Und was man sich erwartet. Dazu ist es nötig, sich immer wieder mal eine ruhige Minute zu nehmen und darüber nachzudenken.

– Autorität

Kinder aus steilhierarchischen Kulturen haben von klein auf sehr feine Antennen entwickelt für die Zeichen der Macht. Können sie keine dieser Zeichen bei der Autoritätsperson erkennen, übernehmen sie immer wieder selbst die Macht und füllen dieses Vakuum. Die Folge sind häufig Machtkämpfe, bei denen auf lange Sicht beide Seiten verlieren. Deshalb ist es wichtig, sich in Autorität und gleichzeitig auch im Wohlwollen zu üben. Diese Kombination wirkt meistens am besten. Was haben Sie auf diesem Gebiet dieses Schuljahr vor?

– Gewalt

Es heißt: „Kinder, die am meisten Liebe benötigen, zeigen dies auf die liebloseste Art und Weise.“ Wie werden Sie dieses Schuljahr für ein gewaltfreies Klima in der Klasse sorgen? Wie werden Sie den Kindern Frieden, Rücksichtnahme, Achtung und Respekt vorleben?

Was möchten Sie dieses Schuljahr alles ausprobieren?

Wie müsste es aussehen, damit es Ihr bestes Schuljahr wird?

Was möchten Sie Ihren Schüler*innen dieses Jahr mitgeben? Was sollen sie dieses Jahr für ihr Leben lernen?

Wie wird Ihre Work-Life-Balance aussehen? Und vor allem:

Wie möchten Sie sich dieses Jahr fühlen? Und wie hätten Sie gerne, dass sich Ihre Kinder fühlen? Wie können Sie das umsetzen?

Was sind Ihre 5 wichtigsten Bedürfnisse dieses Jahr? Inspirationen dazu finden Sie auf der gratis App Re-Fokus. Diese können Sie auch nutzen, um die Schüler*innen ihre 5 wichtigsten Klassenbedürfnisse für dieses Jahr herausfinden zu lassen.

Welche 3 Ziele möchten Sie dieses Jahr erreichen?

– für sich
– für Ihre Kinder
– mit Ihren Kolleg*innen
– für Ihr Wohlbefinden
– für Ihr Privatleben neben der Schule

Wie können Sie sicherstellen, dass Sie diese Ziele erreichen?
Welche Unterstützung brauchen Sie für Ihr bestes Schuljahr? Wo und wie bekommen Sie diese?

Vielleicht hilft es Ihnen, ein 3-Minuten-Schultagebuch zu führen, in dem Sie Ihre Ziele, Ihre Herausforderungen, Ihre Erfolge, Ihre Ideen, Ihre schönsten Momente, lustige Situationen, glückliche Fügungen, Aussagen Ihrer Kinder, usw. festhalten können.

Für Tage, wenn der Weg schwierig wird und Ihre Kräfte nachlassen.

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